Selbstständig machen – Ja oder nein? Diese Vor- und Nachteile solltest Du unbedingt kennen!

Selbstständig machen

Soll ich mich selbstständig machen?

Diese Frage habe ich mir selbst vor vielen Jahren gestellt und bin zur stets gleichen Antwort gekommen: Definitiv Ja!

Und vielleicht spielst auch Du gerade mit dem Gedanken, beruflich etwas zu verändern und Dein eigenes Business aufzubauen?

Viele meiner Kund:innen, die zu mir ins Coaching kommen bewegt diese Frage. Die Antwort darauf ist jedoch nicht immer so eindeutig. Augenscheinlich geht die Abwägung, sich für oder gegen eine Selbstständigkeit zu entscheiden, mit vielen weiteren Fragen einher. Zudem führt sie uns unsere inneren Zweifel und Ängste vor Augen und erfordert damit auch die Auseinandersetzung mit uns selbst.

Jede berufliche Veränderung ist somit auch immer eine persönliche.

In der Zusammenarbeit mit meinen Klient:innen beleuchte ich die auftretenden Fragezeichen und Sorgen genauer. Dabei ist es unerlässlich, sich mit den Vor- und Nachteilen, die der Schritt in die Selbstständigkeit mit sich bringt, zu beschäftigen.

In diesem Beitrag erfährst Du, welche positive und negativen Seiten eine Business-Gründung mit sich bringt und was mich konkret überzeugt hat, mich selbstständig zu machen.

Kenne die Motivation, Dich selbstständig machen zu wollen.

Es macht bei der Frage, ob Du in die Selbstständigkeit gehen willst, Sinn, Dir einmal Deine Motive dafür eingehender zu betrachten. In der Psychologie unterscheiden wir zwischen intrinsischer (aus sich selbst heraus) und extrinsischer (durch äußere Faktoren bedingter) Motivation. Bei der intrinsischen Motivation machen wir Dinge aus unserem inneren Antrieb heraus, einfach, weil sie uns interessieren und uns Freude bereiten. Die extrinsische Motivation hingegen zeigt sich dadurch, dass wir bereit sind Dinge zu tun, die uns keine Freude bereiten, mit dem Ziel dafür etwas anderes zu erhalten. Wenn ich bspw. unbedingt abnehmen möchte, Sport mir jedoch nie Spaß gemacht hat, ich dies trotzdem tue, da ich einen schönen Körper und Anerkennung möchte, bin ich extrinsisch motiviert.

Extrinsisch motiviert zu sein, kann uns gut dabei helfen, den inneren Schweinehund zu überwinden (wer macht schon gerne die Steuererklärung😉), sollte bei der beruflichen Entscheidung jedoch nicht die Haupttriebfeder sein. Denn es birgt die Gefahr langfristig unzufrieden zu sein.

Vielmehr ist es ratsam, den Schritt in die Selbstständigkeit aus dem eigenen Wollen und dem eigenen Interesse heraus, zu starten. Besonders zu Beginn, wenn noch lange Durstphasen in Puncto Kundengewinnung und Einkommen auf Dich warten, brauchst Du eine hohe intrinsische Motivation, um durchzuhalten. Dir immer wieder vor Augen führen zu können, warum Du das alles eigentlich machst. Wer auf schnellen Erfolg, Geld und Anerkennung aus ist, kann hier bereits zu Beginn schnell frustriert werden.

Für mich war von Anfang an klar, dass ich mich mit Coaching selbstständig machen will, da mich die Zusammenarbeit mit Menschen erfüllt und mir die Beschäftigung mit den zahlreichen und vielfältigen beruflichen und privaten Themen unglaublichen Spaß macht. Auch, ohne das am Ende des Tages ein bestimmter Betrag auf meinem Konto landet.

5 Vor- und Nachteile, wenn Du planst Dich selbstständig zu machen.

Die nachfolgenden 5 Vor- und Nachteile, die ich ebenfalls häufig im Coaching mit meinen Klient:innen eruiere, solltest Du bedenken, wenn Du in der Phase bist abzuwägen, ob Du Dein eigenes Business aufbauen willst.

5 Vorteile in der Selbstständigkeit:

1. Flexible Zeitgestaltung.

Du kannst Dir als Selbstständige:r Deine Zeit viel freier einteilen, als in einem Angestelltenverhältnis. Je nach Branche, kannst Du Deine Arbeitszeiten so für Dich festlegen, wie es für Dich am besten passt. Diesen Punkt erlebe ich immer wieder als großen Vorteil. Es gibt Tage, da fang ich sehr früh an zu arbeiten, einfach weil ich schon wach bin und Tage, da kann ich mir die Freiheit rausnehmen, später zu starten, auszuschlafen und in Ruhe zu frühstücken. Herrlich.

2. Etwas Eigenes mit Mehrwert schaffen.

Mich erfüllt der Gedanke, dass ich mir mein eigenes Business selbst aufgebaut habe und das gleichzeitig noch dazu beiträgt, einen eindeutigen Mehrwert zu schaffen. Mit meinen Coachings helfe ich anderen Menschen dabei, beruflich neu durchzustarten und das beste auch sich und ihrem Business oder ihrer Karriere zu machen. Viele meine Klient:innen berichten mir immer wieder davon, wie unglücklich sie in ihrem Job sind, da sie in diesem keinen Sinn oder Mehrwert für sich sehen. Und mehr denn je ist das Bestreben einer Tätigkeit mit Sinn nachzugehen, groß. Genauso auch bei Dir?

3. Sein:e eigene:r Chef:in sein.

Als Solo- oder Multipreneur bist Du für Dich und Dein Unternehmen selbst verantwortlich. Es gibt keine:n miesgelaunte:n oder inkompetente:n Chef:in, der/die auch noch sagt, was Du zu tun oder zu lassen hast. Du selbst kannst frei entscheiden, wie Du Deine Tätigkeiten und Dein Unternehmen strukturierst. Mich freut besonders, dass ich mir immer wieder überlegen kann, wie ich mich weiter entwickeln möchte. Ich selbst kann bestimmen, wie, in welchen Umfang und zu welcher Zeit ich das mache.

Das war früher im Angestelltenverhältnis anders und hat mich frustriert. Oft gab es keine finanzielle oder zeitliche Unterstützung für Weiterbildungen, es fehlte an einer Führungskraft, die mich in meiner Weiterentwicklung unterstützt hat oder aber die Themen, in denen ich mich hätte fortbilden können, waren stark limitiert.

4. Dich ständig weiterentwickeln zu können.

Ob im eigenen Business oder persönlich. Als Selbstständige:r bist Du immer dran, etwas zu verändern, zu verbessern und neu zu gestalten. Auch persönlich lernst Du ständig dazu. Du setzt Dich mit Dir selbst auseinander, überwindest Ängste, verschiebst Grenzen, entwickelst neue Kompetenzen und wächst somit über Dich selbst hinaus.

5. Aufstieg auf der Finanz- und Karriereleiter.

Je nach Branche und Unternehmen, gibt es im Angestelltenverhältnis keine Möglichkeit, groß aufzusteigen und am Ende des Monats mehr auf dem Konto zu haben. In meinem damaligen Job als Psychotherapeutin in der Klinik, hätte ich noch die Möglichkeit gehabt zur „Leitenden Psychologin“ aufzusteigen, das wäre es dann aber auch schon gewesen. Auch finanziell gesehen gab es ein bestimmtes Limit, über das ich nicht hätte hinaus kommen können. Egal, wie viel und gut ich gearbeitet hätte.

Mit einem eigenen Business hingegen, das auf einer soliden und lukrativen Gesamtstrategie fußt, kannst Du Dein Einkommen selbst bestimmen und skalierbar machen.

Es fehlt Dir noch an einer zielführen Gesamtstrategie für Dein Business? Dann vereinbare doch gleich ein kostenloses Erstgespräch mit mir und lass uns gemeinsam schauen, wie wir Dich und Dein Business ganz nach vorn bringen.

5 Nachteile, wenn Du Dich selbstständig machst.

Natürlich gibt es neben den vielen Vorteilen, die eine Selbstständigkeit mit sich bringt, auch einige Nachteile. Es lohnt sich also, wie bei jeder Entscheidung für oder gegen etwas, alle Aspekte zu betrachten und für sich selbst zu bewerten. Nur Du allein weißt, was Du bereit bist in Kauf zu nehmen und auf was Du notgedrungen verzichten kannst.

Viele meiner Klient:innen, ebenso wie ich, sind bereit einige der unten genannten „Opfer“ zu erbringen, da für uns die Vorteile eines eigenen Business klar überwiegen. Es ist jedoch genauso richtig, sich gegen eine Selbstständigkeit zu entscheiden. Nicht für jeden ist die Selbstständigkeit „das Richtige“, vor allem dann nicht, wenn die Nachteile zu schwer wiegen. Ich habe einige Klient:innen betreut, die sogar mit großer Freude zurück ins Angestelltenverhältnis gegangen sind und bis heute sehr zufrieden mit ihrer Entscheidung sind.

Hier findest Du nun fünf große Nachteile, ein eigenes Business zu haben.

1. Du musst für alles selbst aufkommen

Der Vorteil eines Angestelltenverhältnisses liegt darin, dass Du über Deinen Arbeitgeber kranken- und sozialversichert bist und ein regelmäßiges Einkommen erwarten kannst. Als Selbstständige:r  musst Du selbst dafür sorgen, Dich entsprechend selbst zu versichern und privat vorzusorgen. Auch unregelmäßige Einkünfte sollten von Dir abgefangen werden können. Bedenke zudem, dass alle Steuern von Dir selbst abzuführen oder im Voraus, wie bei der MwSt-Vorauszahlung, zu leisten sind. Du solltest also von Anfang Deine Selbstständigkeit an so planen, dass Du im Zweifelsfalle genug Rückenlagen oder andere finanzielle Mittel hast, auf die zurückgreifen kannst.

Solltest Du dabei Unterstützung benötigen, zögere nicht, mit mir in Kontakt zu treten und ein kostenfreies Erstgespräch zu vereinbaren. Um, die für Dich passende und lukrative Gesamt-Business-Strategie zu entwickeln.

2. Du musst Dir viele verschiedene Kompetenzen aneignen.

Gerade zu Beginn und vor allem dann, wenn Du als Solopreneur Dein Business allein aufziehst, bist Du „Mädchen für alles“. Du bist Sekretär:in, Buchhalter:in, Marketing-Experte:in, Kundenberater:in, Webdesigner:in, Autor:in, Geschäftsinhaber:in und Kaffeezubereiter:in in einem. Dies kann mitunter sehr anstrengend sein, da Du mehrere Rollen gleichzeitig bedienen und Dir in kürzester Zeit neue Skills aneignen musst.

Ich erinnere mich noch gut, wie erschöpft ich zu Beginn meiner Selbstständigkeit war. Mich in so viele und neue Themenbereiche gleichzeitig einzuarbeiten, war schon ein großer Kraftakt. Als Psychotherapeutin und Coach hatte ich keinerlei Ahnung von Marketing. Geschweige denn davon, wie man mit WordPress arbeitet, Newsletter und Design-Templates erstellt und so vieles mehr.

3. Du bist Dein:e eigene:r Chef:in.

Zunächst kann es ganz schön verlockend klingen, niemanden mehr über sich zu haben und auch von nervigen Kolleg:innen verschont zu bleiben. Es kann jedoch mitunter sehr einsam sein, allein zu arbeiten. Vor allem dann, wenn Du keine Mitarbeiter:innen oder Kundenkontakte hast, weil Du solo-selbstständig und online arbeitest. Aber auch als Unternehmensinhaber:in und Chef:in, sind Einsamkeitsgefühle keine Seltenheit. Es fehlen häufig Gleichgesinnte, mit denen man sich austauschen kann.

Viele konnten diese Einsamkeitsgefühle zu Zeiten des Lockdowns und Homeoffice deutlich spüren. Einige meiner Klient:innen berichteten mir, wie einsam sie sich gefühlt haben. Es fehlte der persönliche Austausch vor Ort mit (Geschäfts-) Kolleg:innen, Kund:innen, oder Mitarbeiter:innen. Sie vermissten die gemeinsame Mittagspause und den lustigen Schnack beim Kaffee.

4. Leben mit Unsicherheiten.

Im Gegensatz zum Angestelltenverhältnis, musst Du Dich als Selbstständige:r bzw. Unternehmer:in ständig mit verschiedenen Unsicherheiten auseinandersetzen. Das kann mitunter sehr nervenaufreibend und anstrengend sein. Je nachdem auch, wie viel gefühlte Sicherheit Du in Deinem Leben brauchst. Im eigenen Business bist Du permanent damit konfrontiert, mit finanziellen Schwankungen klar kommen zu müssen, Kundenflauten auszuhalten, Marktveränderungen im Blick haben zu müssen und Entscheidungen treffen zu müssen, deren Ausgang Du nicht vollends antizipieren kannst.

5. Hoher Workload.

Das eigene Business aufzubauen und nach vorn zu bringen, kann sehr viel Zeit kosten. 50-70 Arbeitsstunden pro Woche sind keine Seltenheit und das über einen längeren Zeitraum. Ich erinnere mich an eine Klientin, die zusammen mit ihrem Mann ein Hotel im Süden eröffnet hat. Über zwei Jahre arbeiteten beide täglich 12 Stunden und mehr, machten keinen Urlaub und sahen Freunde und Bekannte, so gut wie nie. Ihr Einsatz wurde am Ende mit Erfolg belohnt, doch bis dahin benötigte es viel Kraft, Durchhaltevermögen und Verzicht. Nicht immer muss es wie bei meiner Klientin laufen, doch Du solltest Dir bewusst sein, dass es Phasen gibt, in denen es viel Arbeitsinput benötigt und Du wenig Zeit für Familie, Freunde und Hobbies haben wirst.

Mein Fazit: Selbstständigkeit definitiv Ja!

Auch nach einigen Jahren in meiner Selbstständigkeit, überwiegen für mich persönlich nach wie vor und ganz eindeutig, die Vorteile einer Selbstständigkeit. Die vielen Freiheiten, Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten, sowie das Kreieren einer wohltuenden Work-Life-Balance überstrahlen alle Nachteile. Natürlich gab es immer mal wieder Zeiten, in denen ich darüber nachgedacht habe, wie schön „sicher“ ein Angestelltenverhältnis ist, doch am Ende wurde mir jedes Mal wieder klar, was ich an meinem eigenen Business so schätze. Und das bin ich nicht bereit aufzugeben.

Wie ist das bei Dir? Welche Vor- und Nachteile in Puncto Selbstständigkeit erlebst oder kennst Du? Hinterlasse mir doch einen Kommentar.

So gelingt es Dir, den beruflichen Neuanfang zu schaffen.

Beruflicher Neuanfang

Unzufrieden im Job und das schon so lange. Die Idee, sich für einen beruflichen Neuanfang zu entscheiden oder zumindest die Stelle zu wechseln, macht sich über kurz oder lang bemerkbar. Das berichten jedenfalls viele meiner Klient/innen in meinen Coachings und vielleicht befindest Du Dich gerade in einer ähnlichen Situation.

Heutzutage gibt es zahlreiche Gründe, warum wir uns in einem Beruf, in einem Angestelltenverhältnis wieder finden, das uns unglücklich macht. Neben zu wenig Anerkennung, begrenzten Entwicklungsmöglichkeiten, einem unangenehmen Arbeitsklima oder einer/m unausstehlichen/m Chef/in, können weitere Faktoren zu beruflicher Unzufriedenheit führen. Vielleicht haben wir eine Berufsausbildung oder ein Studium gewählt, weniger, weil es unserem eigenen inneren Wunsch entsprach, sondern vielmehr den Erwartungen unseres Umfeldes. Oder wir haben uns zum Zeitpunkt der Berufswahl in einer Lebenssituation befunden, in der unsere Interessen und Wertvorstellungen andere waren, als die heutigen.

Das Streben nach beruflicher Selbstverwirklichung

Schon der Psychologe Carl Rogers postulierte mit seiner Persönlichkeitstheorie, dass der Mensch als ein Individuum zu verstehen ist, dass dazu in der Lage ist, sein Selbstkonzept und die damit einhergehenden Grundeinstellungen und Verhaltensweisen über das Leben hinweg zu verändern und anzupassen. Kurz gesagt – wir entwickeln und verändern uns fortlaufend. Dies wird besonders durch das aktuelle Bestreben nach persönlichem Wachstum und Selbstverwirklichung deutlich. Nie zuvor verkauften sich Bücher, Workshops und Seminare zu diesen Themen so sehr, wie heutzutage. Den Trend, sich auch im beruflichen Kontext voll entfalten zu wollen, können wir ebenfalls mit steigendem Interesse beobachten.

Die heutigen Generationen gehen schon längst nicht mehr nur einem lebenslangen Arbeitsverhältnis nach, wie es häufig zuvor der Fall war. Die unten stehende Statistik die von der Europäischen Kommission im Zeitraum von 2009 bis 2019 erhoben wurde, zeigt, wie viele Menschen allein in Deutschland ihre Arbeitsstelle in den letzten 10 Jahren wechselten. Insgesamt 66 % der Befragten, also etwa jede/r Zweite, gaben an, ihren Job ein bis fünfmal gewechselt zu haben.

Bildquelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/28914/umfrage/haeufigkeit-der-arbeitsplatzwechsel/#professional (Abgerufen: 17.05.2022 um 10.28 Uhr).

Der Umgang mit Unsicherheiten

Deutlich wird, dass wir mit dem Wunsch uns selbst verwirklichen und beruflich neu orientieren zu wollen, nicht allein sein. Doch in dem Moment, in dem wir beginnen uns gedanklich damit zu befassen, eine neuen Stelle oder unsere wahre Berufung finden zu wollen, treten innere Ängste und Unsicherheiten auf. Wir befürchten Verlust, Scheitern und die Aufgabe vermeintlicher Sicherheiten, wenn wir unseren jetzigen Beruf, unsere jetzige Stelle aufgeben.

Wenn es also darum geht, eine erfüllende und zufrieden stellende Tätigkeit zu finden, braucht es Zeit und auf jeden Fall die Auseinandersetzung mit uns selbst und unseren inneren Befürchtungen. Eine Entscheidung für eine berufliche Veränderung, die allein aus einer Emotion heraus geschieht, kann kurzfristig zur Erleichterung führen, jedoch langfristig erneuten Frust auf den Plan rufen. Eine berufliche Neuorientierung sollte als stets gut durchdacht und geplant werden, ob es der Wechsel zu einem neuen Arbeitsgeber, der Schritt in die Selbstständigkeit oder ein Richtungswechsel als Unternehmer/in ist. Hilfreich ist es allemal, sich dabei Unterstützung zu holen. Das kann über Freunde, Familie oder den/die Partnerin geschehen oder durch professionelle Begleitung im Rahmen eines Coachings.

So unterstütze ich in meinen Coachings den Wunsch nach einem beruflichen Neuanfang.

Menschen die zu mir ins Coaching kommen, um sich darüber klar zu werden, wie sie sich fortan beruflich aufstellen wollen, unterstütze ich u.a. mit folgender Vorgehensweise. Zunächst betrachte ich gemeinsam mit ihnen, wo im Leben sie gerade stehen, was sie in ihrem (Lebens-) Reiserucksack an Erfahrungen und Schätzen mit sich tragen und welches Ziel sie, wie als nächstes ansteuern wollen.

Zunächst beginne ich mit der Standortanalyse.
Hierbei widmen wir uns den Fragen:
– Was an meinem jetzigen Job / Business stellt mich zufrieden? Was kann so bleiben?
– In welchen Bereichen genau, wünsche ich mir eine Verbesserung?
– Was habe ich bisher ausprobiert?
– Welche Erfahrungen habe ich mitgebracht?
– Was ich habe dafür bisher getan, die Situation zu verändern? Was könnte ich noch tun?

Stärken- und Potenzialanalyse.
Im nächsten Schritt betrachte ich gemeinsam mit dem/der Klient/in:
– Was an Hard Skills (Qualifikationen, etc.) bringe ich mit?
– Was an Soft Skills (Fähigkeiten, Stärken, Begabungen, Interessen etc)?
– Auf welche derzeit vorhandenen Ressourcen kann ich zurück greifen? (Geld, Zeit, Unterstützung,etc.)
– Welches Potenzial liegt (noch) in mir verborgen?

Visioning.
Als nächstes nutzen wir die Macht der Vorstellung, erhalten ein klares Bild und programmieren das Unterbewusstsein auf Erfolg:
– Dazu erstellt der Klient/ die Klientin eine bildliche Kollage (Visionboard) und richtet sich somit innerlich und mit vollem Bewusstsein auf die neue Stelle / Selbstständigkeit / Unternehmen aus.
– Dahingehend gebe ich u.a. die Fragen mit: Wie soll die zukünftige Tätigkeit aussehen? Im welchen Umfeld? Remote? Selbstständig? Im Team? 40 Stunden-Woche? Wie soll der Feierabend aussehen? Wie die Mittagspausen? Wie die Bezahlung? Mit welchen Gefühlen und Gedanken soll der berufliche Neuanfang einhergehen? Wie sieht die Work-Life-Balance aus?

Zeit- und Zielanalyse.
Im letzten Schritt wird es dann konkret. Es geht um die genaue Ziel- und Zeitplanung.
– Wie genau gelingt die Umorientierung (Wer oder was kann dabei helfen? Netzwerke?)
– Anhand des Visionsboards: Welche Komponenten sollte die neue Stelle / Selbstständigkeit / Unternehmen definitiv umfassen, um langfristig zufrieden zu sein?
– Zu wann soll der berufliche Neuanfang geglückt sein?
– Wie kann ich das große Ziel, in kleine und erreichbare Ettapenziele aufteilen?
– Welche Schritte sind vorher und währenddessen notwendig / müssen noch gemacht werden? (Z.B.: Weiterbildungen absolvieren, Gründungskredit beantragen, Mitarbeiter/innen suchen, etc.)

Durch mein systematisiertes Vorgehen im Coaching, erhalten meine Klient/innen endlich Klarheit und fühlen sich erleichtert, motiviert und zuversichtlich. Mit einer realistischen Ziel- und Zeitplanung, dem präzisen Erarbeiten wichtiger einzelner Schritt und dem Wissen, wie eigene Stärken und Fähigkeiten optimal eingesetzt werden, kann ein beruflicher Neustart gelingen. Und zwar selbstbewusst, angstfrei und authentisch. Denn meine Überzeugung ist es, das Erfolg und Erfüllung nur aus dem heraus resultieren können, was wir für uns als wahrhaftig und in Übereinstimmung mit unseren tiefsten Überzeugungen gilt.

Bist auch Du gerade dabei, Dich beruflich neu zu orientieren und willst endlich Klarheit haben? Du willst nicht länger auf der Stelle treten und unzufrieden sein? Dann melde Dich doch gleich für ein kostenfreies Erstgespräch und lass uns gemeinsam den ersten Schritt in Deine erfüllende Zukunft machen!

Das innere Team – Die Methode für mehr Klarheit

Das innere Team – Neue Perspektiven gewinnen.

Ob grundlegende Veränderungen anstehen, wir Entscheidungen treffen müssen, in Konflikten verwickelt sind oder mit der Tatsache konfrontiert sind, das wir einfach nicht ins Handeln kommen. Es gibt weitere unzählige Situationen, in denen es nötig wäre, über Verständnis, Klarheit und ein gewisses Zutrauen ins uns und das Leben zu verfügen. Doch zumeist befinden wir uns viel eher in dem Zustand der Unklarheit und Unsicherheit. Wir drehen uns gedanklich im Kreis, haben das Gefühl auf der Stelle zu treten und wissen nicht, wie und welchen Schritt, wir als erstes unternehmen sollten. In diesem Momenten manifestieren sich innere Ängste, Blockaden und Konflikte. Was also können wir tun, um aus dem Stillstand mutig, klar, ziel- und selbstbewusst  hervorzutreten?

Die Antwort: „Lerne Dein inneres Team kennen und erfolgreich zu führen.“

Die Idee – Persönlichkeitsanteile als Teammitglieder.

Schon Sigmund Freud, Begründer der Psychoanalyse, erfasste bereits ein Jahrhundert zuvor mit seinem Instanzenmodell („Es“, „Ich“, „Über-Ich“), dass wir Menschen mehrere Facetten in uns, unserer Psyche und unserem Wesen tragen. Auch hypnotherapeutische und systemische Ansätze vertreten die Ansicht, dass wir aus unterschiedlichen Persönlichkeitsanteilen bestehen. Dies führt zur Annahme, dass wir im Grunde flexibel agierende und fühlende Menschen sind.

Schulz von Thun, Kommunikationswissenschaftler und Psychologe, griff die Vorstellung innerer Persönlichkeitsanteile auf und entwickelte darauf fußend das innere Team. Unser Selbst wird dieser Methode zufolge als ein System verstanden, innerhalb dessen verschiedene Anteile wirken. Diese Anteile setzen sich aus unseren Bedürfnissen, Erfahrungen, Gedanken, Gefühlen, Haltungen und Wertvorstellungen zu einem Team zusammen. Je nach Zusammensetzung des Teams ergibt sich eine ganz eigene Gruppendynamik, die von den Interaktionen untereinander abhängt. Ob das Gruppengefüge eher förderlich und effizient ist, oder eher destruktiv und hinderlich, ist abhängig davon, an welcher Stelle konträre Wertvorstellungen und Bedürfnisse aufeinander treffen, Widersprüche auftreten, Konflikte schwelen und wie diese bewältigt werden.

Und stellen wir uns nun mal ein klassisches Unternehmen vor, in dem es natürlich für die Leitung eines Team auch eine Führungskraft gibt. Schulz von Thun spricht hier von dem Oberhaupt des Teams. Aufgabe der Führungskraft (Oberhaupt) ist es, das innere Team zu regelmäßigen Meetings einzuberufen und dafür zu sorgen, dass die einzelnen Mitglieder in einen konstruktiven Austausch miteinander treten.

In meinen 1:1 Coachings ist die Führungskraft, das Oberhaupt – der/die Klient/in selbst, mit der ich im Prozess auf die unterschiedlichen inneren Anteile blicke. Dabei nimmt der/die Klient/in eine neutrale und wertfreie Position ein und schaut aus der Vogelperspektive auf sein inneres Team.

Bewusstwerdung – Meet the Team

Wie also können wir nun herausfinden, welche Teammitglieder sich in unserem Selbst befinden?
Mit der folgenden Vorgehensweise, unterteilt in 3 Phasen, lassen sich innere Teammitglieder bestimmen.

1.) Kick – Off: Vorbereitung zum Visioning

Hierfür eignet es sich, Dir nun einen Stift und einen Zettel zur Hand zu nehmen und Dir etwas Zeit einzuplanen. Wahlweise kannst Du auch ein Whiteboard nutzen. In meinen Coachings, Trainings und Workshops  nutze ich gerne Figuren zum Aufstellen, um die inneren Anteile (inneren Stimmen) sichtbarer zu machen. Das bewusste Visualisieren (auch Visioning genannt) der unterschiedlichen Teammitglieder macht es leichter, diese zu bestimmen und ihnen eine Stimme zu verleihen.

2.) Face the problem: Einberufung des Teammeetings.

Bevor das Team vom Oberhaupt zum Meeting einberufen wird, hilft es zunächst das konkrete Problem zu bestimmen. Hilfreiche Fragen können hier sein: „Vor welcher Herausforderung stehe ich gerade?“, „Vor welcher Entscheidung stehe ich?“, „Was in meinem Leben nimmt mir gerade die meiste Zuversicht?“.

Sobald die Problemsituation identifiziert und in wenigen Worten beschrieben ist, geht es nun darum sich nach „innen“ einzutunen.

Mit meinen Klienten/innen oder auch Workshop-Teilnehmer/innen, nutze ich dafür gern meine vorbereitende Übung: Den 5-Minuten Body Check-In.

Dafür nehme nun eine sitzende oder auch aufrecht stehende Haltung ein. Stelle sicher, dass in jedem Fall beide Füße fest am Boden stehen. Schließe nun die Augen und atme dreimal tief ein und aus. Lasse Dir Zeit. Lenke zunehmend Deine Wahrnehmung auf den Bereich der Nasenspitze. Spüre für einige Momente, wie die Einatmung kommt und wie der Atem Deine Nase wieder verlässt. – Und nun spüre Deine Füße fest am Boden. Nimm nun den gesamten Körper wahr. Welche Haltung hast Du eingenommen? Ist diese angenehm oder unangenehm? Wo im Raum befindest Du Dich? Spüre dann etwas mehr in Dich hinein. Wie hoch ist gerade Dein Energielevel? Wie fühlt sich Dein Körper insgesamt an? Was machen Gefühle und Gedanken? – Lenke dann wieder bewusst die Aufmerksamkeit zurück auf Deinen Atem. Stelle Dich nun darauf ein, wieder zurück zu kehren und Dich nun Deinen inneren Stimmen zuzuwenden.

Nun mache Dir erneut Dein Problem bewusst und horch in Dich hinein. Welche Anteile machen sich bemerkbar? Welche Stimmen melden sich in Dir? Mache nun die einzelnen Mitglieder ausfindig und schreibe ihnen eine Rolle zu. Bei der Arbeit mit dem inneren Team, machen sich häufig folgende innere Anteile bemerkbar:

  • Der/die Kritiker/in
  • Der/die Perfektionist/in
  • Der/die Unsichere
  • Der/die Antreiber/in
  • Der/die Mutige
  • Der/die Schwarzseher/in
  • Der/die Lustige
  • Der/die Gewissenhafte
  • …..

3. Problemlösung, Führung und Klarheit

Nachdem die einzelnen Teammitglieder bestimmt wurden, es ist nun für das Oberhaupt an der Zeit jeden einzelnen zur ausgewählten Situation (Problem) sprechen zu lassen. Hierfür eignet es sich wieder, dass Du notierst, was die einzelnen Anteile äußern.

Gehe dabei auch auf folgende Fragen ein:

  • Wer hat das Sagen im Team?
  • Wer treibt das Team an?
  • Wer sorgt für Spannungen im Team?
  • Wer hält das Team gut zusammen?
  • Wie stehen die einzelnen Mitglieder zueinander?
  • Wo werden Widersprüche / Konflikte ersichtlich?
  • Über welche Ressourcen verfügt das Team?

Allein die Bewusstwerdung der einzelnen Teammitglieder und das Zuweisen der verschiedenen Rollen, kann insgesamt schon zu viel mehr Klarheit und Verständnis führen. Um das ausgewählte Problem / Thema zu bearbeiten, gibt es nun unterschiedlich Möglichkeiten.

Ein Weg kann darin bestehen, die einzelnen Mitglieder in einen kreativen Brainstorming-Prozess zu bewegen, um mannigfache Ideen für die Problemlösung zu finden. Sollten allerdings zu viele Spannungen im Team herrschen, könnte der nächste Schritt erstmal darin bestehen, zu schauen, wie die einzelnen Mitglieder besser miteinander in Kontakt gelangen können. Welcher Anteil sollte mehr Gehör finden? Wer sollte sich mehr zurück nehmen? Wessen Position sollte mehr gestärkt werden und durch wen? Über welche Ressourcen verfügt das Team und wie können diese genutzt werden?
Das Oberhaupt bzw. die Führungskraft übernimmt dann also die Funktion des Führens. Daher eignet sich diese Methode auch so wunderbar im Bereich von Teamentwicklung und Führungskräftetrainings.

Je öfter das innere Team zum Einsatz kommt, umso leichter wird es sein schneller klar zu sehen, Probleme und Konflikte zu bewältigen und Entscheidungen zu treffen.

Seit vielen Jahren nutze ich diese Methode in Coachings, Workshops und Trainings und bin nach wie vor eine große Verfechterin des „inneren Teams“ – besonders dann, wenn es zu schwerwiegenden Herausforderungen kommt. Schnell, einfach durchführbar und mit großen AHA-Effekt.

Zusammenfassung: Dein Weg, um Probleme zu lösen und wieder klarer zu sehen.

  1. Nimm Dir Zeit für Dich, bereite Dich vor und halte alle oben beschriebenen Materialien bereit.
  2. Beschreibe zunächst Dein Problem / Deine Herausforderung. Kurz und aussagekräftig.
  3. Tune Dich innerlich ein. Mit meiner Methode 5-Minuten Body Check-In.
  4. Horch in Dich hinein, erfasse die unterschiedlichen Stimmen und erstelle Dein inneres Team.
  5. Weise den inneren Stimmen (Anteilen) Rollen zu.
  6. Betrachte das Team mit dem Blick des Oberhaupts (der Führungskraft).
  7. Lasse sich die Teammitglieder zu Deinem Problem äußern.
  8. Betrachte dabei die Gruppendynamik, wenn möglich lass einen kreativen Brainstorming-Prozess zur Problemlösung entstehen.
  9. Betrachte ob ggf. einzelne Teammitglieder mehr gestärkt werden oder eher in den Hintergrund rücken sollten.
  10. Notiere Dir Deine Ergebnisse.

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

Du willst tiefer in die Thematik eintauchen? Dein Problem umfassender klären?

Dann lass Dich von mir in einem 1:1 Coaching begleiten. Gemeinsam decken wir gezielt Deine Herausforderungen und Schwierigkeiten auf, lassen gemeinsam neue Perspektiven, Klarheit und Zuversicht entstehen. Melde Dich doch gleich für ein kostenfreies Erstgespräch an.

 

Zum 1:1 Coaching

Wie soll ich mich entscheiden, ohne es zu bereuen – 5 Tipps, die Dir sofort helfen

Entscheidung

 

„Wie kann ich mich entscheiden, ohne dass ich im Nachhinein denke, es war falsch?“ – Mit dieser Frage kam meine KlientIn letzte Woche in unsere Coaching-Session. Sie mache sie derzeit viele Gedanken, um ihre berufliche Situation und hat Angst davor, sich falsch zu entscheiden. Warum?
Lange Zeit hat sie als Architektin gearbeitet, viele Projekte betreut und ist dafür viel durch die Gegend gereist. Das Geld stimmte und die KollegInnen so weit auch. Doch glücklich war sie nicht. Sie hatte wenig Zeit für sich selbst, ihren Partner und ihre Hobbies. Sie machte erst mal so weiter, bis sie ihr erstes Kind bekam. Die Elternzeit nutzte sie, um sich und ihr bisheriges Leben zu reflektieren. Sie begann sich zu fragen, ob sie damals den richtigen Berufsweg eingeschlagen hatte und was sie eigentlich glücklich mache.

Wie soll ich mich entscheiden? Was will ich eigentlich?

Jetzt ein Jahr später, wo sie wieder ins Berufleben einsteigen will, sieht sie sich damit konfrontiert eine Entscheidung zu treffen. Zurück in den alten Job oder doch was anderes? Vollzeit oder Teilzeit?

Dies ist übrigens eins der häufigsten Probleme, die ich im Coaching beobachte. Die Unwissenheit darüber, was man/frau wirklich will. Wie man sich entscheiden und wohin orientieren soll. Woran das liegt, fragst Du Dich? An der mangelnden Klarheit Deiner Bedürfnisse und Werte. Was jetzt helfen kann? Dir das ganz mal genauer anzuschauen, mit meinen 5 Tipps.

Besser Entscheidungen treffen – so geht´s.

1.) Wenn Du keine negativen Konsequenzen fürchten müsstest, wie würdest Du Dich entscheiden?
Wir treffen häufig keine Entscheidungen, da wir Angst vor den Folgen haben. Wir denken allzu häufig: “ Was ist, wenn ich mich jetzt für Job A entscheide und im Nachhinein merke, dass mir Job B doch eigentlich besser gefallen hätte?“. Die Antwort? Du hast im schlimmsten Fall eine Erfahrung gemacht. Und diese gemachte Erfahrung hilft Dir zukünftig leichter Entscheidungen zu treffen. Denn Du lernst aus Deinen Erfahrungen, was Dir wichtig ist und was Du brauchst, damit es Dir gut geht. Also nimm all Deinen Mut zusammen und triff eine Entscheidung. Mache Erfahrungen. Übrigens – als kleines Gedankenexperiment. Du könntest einmal durchspielen, was die schlimmsten Folgen wären, wenn Du Dich für Variante A und nicht für Variante B entscheidest. Überlege, ob die befürchteten Konsequenzen wirklich ein Weltuntergang für Dich bedeuten würde.

2.) Wie denkst Du in 1, in 5 und 10 Jahren über Deine Entscheidung nach?
Bei Entscheidungen hilft es auch, das große Ganze im Blick zu behalten und dies in Relation zu unserer Lebensspanne zu setzen. So, was würdest Du in einem Jahr über Deine Entscheidung denken? Würdest Du es bereuen oder nicht? Wie glaubst Du, schaust Du in 5 oder 10 Jahren auf Deine Entscheidung zurück? Aus einer längerfristigen Perpektive heraus betrachtet, nimmt der Druck eine „perfekte“ Entscheidung zu treffen, tendenziell ab. Und was ist schon eine perfekte Entscheidung. Du wirst in Anbetracht Deiner Umstände sowieso die beste Wahl treffen. Ausgehend von Deinem jetzigen Erfahrungs- und Wissenstand heraus.

3.) Was ist Dir wichtig? Was sind Deine Bedürfnisse und Werte?
Meist können wir auch nicht wirklich eine Entscheidung treffen, da wir gar nicht wissen, was uns wirklich wichtig ist. Thema Bedürfnisse und Werte. Zunächst solltest Du Dir darüber im Klaren werden, was Du brauchst, damit es Dir gut geht. Privat, wie beruflich. Was macht Dich glücklich? Was willst Du in Deinem Leben? Was ist Dir wichtig? Diese Fragen hinterlassen in Dir gerade eine Leere? Dann schau Dir mal folgende Bedürfnispysramide von dem Psychologen Abraham Maslow an. Damit erhälst Du einen Überblick über Bedürfnisse und kannst einmal für Dich prüfen, in wie fern diese wichtig und derzeit bei Dir im Leben abgedeckt sind. So kannst Du auch reflektieren, wie Du diese mit Deiner Entscheidung erfüllen kannst:

Bedürfnispyramide: Definition und Nutzen

Bildquelle: https://karrierebibel.de/beduerfnispyramide-maslow/

4. Das Entscheidungsspiel: Wirf eine Münze und fühle.
Ein weiterer Weg, um herauszufinden, wie Du Dich entscheiden solltest geht auch spielerisch 🙂 mit einer Münze. Die beiden Seiten der Münze stellen Alternative A und B dar. Wirf eine Münze und dann beobachte. Wünschst Du Dir insgeheim, dass die Münze auf eine Seite fällt? Wie fühlt es sich an, nachdem die Münze auf eine Seite zum Liegen gekommen ist. Fühlt es sich erleichternd und angenehm an? Oder würdest Du Dich besser mit der anderen Seite fühlen? Unsere Gefühle hier beim Münzewerfen können tief blicken lassen. Auf das, was Du wirklich willst und was Dir gut tut.

5. Frage Deine engsten Vertrauten. Dann entscheide.
Es kann übrigens hilfreich sein, das ganze aus einer anderen Perspektive heraus zu betrachten. Frag doch einfach mal Deine engsten Vetrauten um Rat. Welche Gedanken und Gefühle haben sie zu einer Entscheidung? Und dann heißt es wieder nachfühlen. Was lösen die Meinungen der anderen in Dir aus? Kannst Du mitgehen? Wo bist Du anderer Meinung? All dies kann Dir auf Deinem Weg helfen, eine Entscheidung zu treffen, bei der Dein Kopf und Herz zu einem übereinstimmenden Schluss kommen.

Last but not least – gib Dir Zeit.
Um besser entscheiden zu können, gönn Dir etwas Zeit und nimm den Druck raus. Schlaf am besten ein paar Nächte, bevor Du eine Entscheidung triffst. Und Wisse – Nichts ist in Stein gemeisselt. Selbst, wenn Du Dich jetzt für einen Job entscheidest und sogar umziehst. Wer sagt denn, dass Du Dich nicht 1 Jahr später wieder neu entscheiden kannst? Du hast es in der Hand und es ist ok, sich auch mal umzuentscheiden.

In jedem Falle will ich Dich ermutigen, eine Entscheidung zu treffen und Erfahrungen zu sammeln. Gutes Gelingen auf Deinem Weg 🙂

Herzlichst Deine Vivien.