Motivation von Mitarbeitern: Den Wandel mit Erfolg gestalten.

Mitarbeitermotivation

Veränderung erfordert Mut, Handeln und Motivation.

Unsere Arbeitswelt unterliegt seit jeher stetigen Veränderungen. Das erleben wir tagtäglich zum einen auf der Mikroebene, wie z.B. bei der Einführung neuer Softwareprogramme im Unternehmen. Zum anderen auf der Makroebene, wenn politische Entscheidungen, wie z.B. die Anordnung von Homeoffice-Regelungen Einfluss auf unser tägliches Handeln nehmen.

An sich ist Wandel also kein neues Phänomen oder gar ein Produkt der gegenwärtigen Gesellschaft.

Was sich jedoch, insbesondere seit Beginn der Corona-Pandemie zeigt, ist, wie enorm die Geschwindigkeit von Wandlungsprozessen zugenommen hat. So, dass wir inzwischen auf mehreren Ebenen gleichzeitig schnell voranschreitende Entwicklungen sehen, die Einfluss auf unseren Arbeitsalltag und nicht zuletzt auch auf unsere Arbeitsweise nehmen.

Das spiegelt sich so auch in meinen Coaching-Stunden wider. Meine Klienten berichten inzwischen von ganz anderen Herausforderungen als noch vor drei Jahren. Strategien für digitale Lösungen, Führen auf Distanz und Fachkräftemangel sind nur einige der Themen, die immer mehr im Fokus meines Business Coachings gerückt sind.

Wie also kann es uns in Zeiten von „Big Change“ und „Transformation“ gelingen, Mitarbeitende weiterhin für Projekte zu begeistern und souverän durch unsichere Zeiten zu führen?

Aus der psychologischen Forschung geht hervor, dass eine der wichtigsten Grundbedingungen für Motivationsaufbau Vertrauen ist. Das bedeutet, dass ich mich als Mensch darauf verlassen will, dass der Aufwand, den ich leiste, auch zu einem bestimmten Ergebnis führt.

Erfahre, in diesem Artikel, warum Mitarbeitermotivation auch 2023 der Schlüssel für eine hohe Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen ist und letztlich zur Umsatzsteigerung führt.

Mitarbeiter-Motivation: Die Basis

Ein klassischer Weg, wie viele Führungskräfte ihre Mitarbeitenden motivieren, ist über den transaktionalen Prozess.

Im Sinne von „Bringst Du besondere Leistung, entlohne ich Dich mit einem Extra-Bonus.“ Diese Art der Motivation nennt sich „extrinsische Motivation“ und bewirkt einen Anstieg der Leistungsbereitschaft, die jedoch häufig nur von kurzweiliger Natur ist und Gewöhnungseffekte mit sich bringt.

Moderne Führungsansätze, wie wir sie bspw. im Agile Leadership oder Servant Leadership vorfinden, fokussieren hingegen auf die zugrundliegenden Bedürfnisse, Werte und persönlichen Ziele der Mitarbeiter. Die Idee dahinter ist, die intrinsische Motivation der Mitarbeiter zu fördern, um eine langfristige Identifikation mit dem Unternehmen und eine andauernde Leistungsbereitschaft zu ermöglichen.

Natürlich ist Führung nie schwarz-weiß. Empfehlenswert ist es, dass Du als Führungskraft beide Formen der Motivation förderst. Und zwar in der richtigen Balance.

So kann es zunächst für einen Mitarbeiter erstrebenswert sein, wenn er seinen Grundbedürfnissen nach Sicherheit (verlässliches monatliches Einkommen) und Zugehörigkeit (Anbindung an ein Unternehmen) mit einer Anstellung in Deiner Firma nachkommt. Darüber hinaus kann es ein attraktiver externer Anreiz sein, wenn der Mitarbeiter in spannende Projekte miteinbezogen wird oder einen Firmenwagen erhält.

Intrinsische und extrinsische Motivation

Es kann Dir als Unternehmer oder Führungskraft enorm weiterhelfen, beide Formen der Motivation genauer kennen zu lernen und fortan für bessere Ergebnisse zu nutzen.

In der Psychologie ordnen wir unterschiedliche Komponenten der jeweiligen Motivationsform zu.

Intrinsische Motivation:

  • Eine, von innen heraus geleitete Leistungsbereitschaft, die dazu beiträgt, Hürden und Schwierigkeiten zu meisten, um ein reizvolles, bedeutsames Ziel zu erreichen.
  • Eine Aufgabe, eine Tätigkeit wird aus eigenem Antrieb ausgeführt und ist nicht durch externe Einflüsse, wie Geld geleitet.
  • Mittel, um die eigene, innere Zufriedenheit zu erreichen.
  • Beinhaltet die Ausrichtung an eigenen Werten und Bedürfnissen.
  • Für was sich ein Mensch motivieren kann, ist im höchsten Maße individuell.
  • Umfasst Interesse, Neugierde, Freude und Sinnhaftigkeit.
  • Sorgt im beruflichen Kontext für eine höhere Produktivität und Anstrengungsbereitschaft.
  • Beispiel: Ein Mitarbeiter begeistert sich sehr für ein Projekt und sitzt auch noch nach offiziellem Feierabend an der Aufgabe, aus eigenem Antrieb heraus.

Extrinsische Motivation:

  • Antrieb und Leistungsbereitschaft werden durch externe Anreize gefördert.
  • Eine Tätigkeit, eine Aufgabe wird nicht um ihrer selbst Willen durchgeführt, sondern aufgrund externer Faktoren.
  • Externe Faktoren können sein: Macht, Status, Geld, Anerkennung oder Zugehörigkeit. Genauso auch Furcht vor Kündigung oder schlechter Beurteilung.
  • Die Produktivität und Motivation lassen sich kurzfristig steigern, ein langzeitiger Effekt bleibt jedoch aus.
  • Beispiel: Um Projekt X bis Jahresende zu erledigen, winkt dem Mitarbeiter ein Extrabonus. Bis zum Jahresende wird intensiver gearbeitet, nachdem das Projekt beendet ist, sinkt die Motivation und Leistungsbereitschaft wieder ab.

Bedürfnispyramide: Mitarbeiter verstehen lernen.

Um die Motivation Deiner Mitarbeiter langfristig zu fördern und zu erhalten, besonders in unsicheren Zeiten und in Veränderungsprozessen, wie z.B. im Bereich des Change Managements, gilt es Vertrauen aufzubauen. Dies setzt voraus, ehrliches Interesse gegenüber den Mitarbeitenden zu zeigen, ihnen zuzuhören und sie wirklich verstehen zu wollen. Dabei geht es auch darum zu erfahren, was Deine Mitarbeiter im Herzen antreibt und bewegt.

Sobald Du die zugrundeliegenden Bedürfnisse Deiner Mitarbeiter kennst, kannst Du sie viel einfacher „mit ins Boot holen“ und für Projekte begeistern. Selbst in stürmischen Zeiten.

Auch Studien weisen positive Ergebnisse von Teamleistungen nach, wenn diese an den menschlichen Grundbedürfnissen ausgerichtet sind.

Der Psychologe Abraham Maslow, Begründer der Humanistischen Psychologie, verstand den Menschen als komplexes Wesen, das nach Selbstverwirklichung strebt und in sich multiple Bedürfnisse eint. Aus seinem Menschenbild heraus entwickelt er die inzwischen weitverbreitete „Maslow´sche Bedürfnispyramide“.

Bedürfnispyramide

Die Bedürfnispyramide ist hierarchisch angeordnet und weist darauf hin, dass gewisse Motive einen höheren Stellenwert ausweisen als andere. Für einen Menschen ist es zunächst viel wichtiger, ein Dach über dem Kopf und genug zu essen zu haben, als die neueste C-Klasse zu fahren. Die Bedürfnispyramide verdeutlicht auch, dass, je mehr Bedürfnisse erfüllt sind, der Mensch nach „höherem“ strebt.

Bedürfnisse und Motivation von Mitarbeitern

Eine Festanstellung sichert zunächst die Grund- und Sicherheitsbedürfnisse gut ab. Ist hingegen die Stimmung schlecht im Team oder im gesamten Unternehmen und fühlt sich ein Mitarbeiter wenig zugehörig, kann er bei der nächsten Gelegenheit abwandern, selbst wenn das Gehalt für ihn stimmt.

Die Motivation sich langfristig an Dein Unternehmen zu binden und für herausragende Arbeitsleitungen zu sorgen, setzt voraus, dass Dein Mitarbeiter sich wohl, zugehörig und anerkannt fühlt. Besonders jedoch, dass er einen Sinn in seiner Arbeit sieht und diese ihm auf seinem Weg zur Selbstverwirklichung dienlich ist.

Und das erleben wir gerade hautnah bei den nachfolgenden Generationen, die weniger nach Macht und Geld streben, sondern viel mehr nach Sinn und Selbstverwirklichung.

Umso wichtiger ist es für die Unternehmen und für Dich als Führungskraft, Motivation und Bedürfnisse noch mehr in den Fokus zu rücken. Gerade in Zeiten von Unsicherheiten, Change und Fachkräftemangel brauchen wir Konzepte, die Menschlichkeit und Erfolg sinnvoll einen.

Mitarbeiter nachhaltig motivieren: Tipps für die Praxis.

Zusammenfassend wird in diesem Artikel deutlich, wie stark die Berücksichtigung von Motivationsfaktoren zum Unternehmenserfolg beiträgt. Unmotivierte Mitarbeiter führen zu hohen Umsatzverlusten, langwierigen Ausfall- und Krankheitszeiten, unzufriedenen Kunden und schließlich zur Abwanderung von hochqualifizierten Fach- und Führungskräften.

Um all dies zu vermeiden sind Unternehmen und Du als Führungskraft gut darin beraten, umzudenken und sich ggf. neu auszurichten. Den eigenen Führungsstil beizeiten zu hinterfragen und sich selbst zu reflektieren, erhöht nicht nur die eigene Zufriedenheit und die der Mitarbeiter, sondern sichert auch die Zukunft des Unternehmens.

Was Du nun als Führungskraft tun kannst, um Deine Mitarbeiter bedürfnisorientiert zu führen und zu motivieren, das vermittle ich Dir mit meinen nachfolgenden sechs einfachen Tipps, die sofort in Deinem Team zünden:

  1. Teile Aufgaben nach den jeweiligen Stärken und Interessen in Deinem Team zu. Einer der Mitarbeiter steht gern vor anderen und hält mitreißende Präsentationen? Dann ist er der perfekte Kandidat für wichtige Kundenpräsentationen.
  2. Ermögliche Weiterbildungen. Deine Mitarbeiter wollen sich weiter spezialisieren und möchten ihre Fachkenntnisse erweitern? Dann stelle ihnen die Teilnahme an Weiterbildungen in Aussicht. Unterstütze sie finanziell oder durch Freistellung.
  3. Schaffe unvergessliche Teamerfahrungen. Stärke das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Anerkennung. Lasse in Deinem Team z.B. einen Wanderpokal für besondere Leistungen umhergehen. Oder organisiere einen „AfterWork-Ausklang“, so dass sich Deine Mitarbeiter auch außerhalb der Arbeit kennen lernen können. Eine guten Teamzusammenhalt und den Aufbau von Vertrauen, schaffst Du z.B. über die Teilnahme an Teamevents.
  4. Job-Rotation. Ermögliche es Deinen Mitarbeitern Einblicke in unterschiedliche Abteilungen und Aufgaben vorzunehmen. Dadurch haben Deine Mitarbeitenden die Möglichkeit, ungeahntes Potenzial in sich zu erkennen und Synergieeffekte zu nutzen.
  5. Führe einen Purpose-Freitag ein. Nutze die Gelegenheit, um jede Woche neu, den Sinn und Zweck des Unternehmens zu erläutern. Erarbeite mit Deinem Team, wie es seine eigenen Wünsche und Ziele im Einklang mit der Unternehmensphilosophie leben und verwirklichen kann. Du könntest bspw. jeden Freitag eine Purpose-Mail an Deine Mitarbeitenden schicken oder eine kurze handgeschriebene Notiz. Das spornt die Motivation sofort wieder an.
  6. Beachte die Teamzusammenstellung. Damit Du für produktive Ergebnisse in einem Team sorgst und die Basis für eine erfolgreiche Teamarbeit überhaupt ermöglichst, achte bei der Teamzusammenstellung auf die genaue Passung. (Mehr dazu findest Du hier in meinem Artikel:     ).

Als Führungskraft souverän und begeisternd führen.

Als Psychotherapeutin und Business Coachin, befasse ich mich stets damit, wie wir unsere Arbeitswelt jeden Tag mehr etwas menschlicher und zugleich erfolgreicher gestalten können. Seit Jahren setzte ich mich mit Führung und insbesondere mit Motivation als Führungsinstrument auseinander. Oft erlebe ich, wie wenig Wissen über Mitarbeitermotivation in Unternehmen vorhanden ist oder schlicht und einfach die Zeit fehlt, um auf individuelle Bedürfnisse eingehen zu können. Besonders im Startup-Bereich, wo es zunächst darum geht, das ganze ins Laufen zu bringen, fehlen spezifische Kenntnisse über Führungskompetenzen und Mitarbeiterenwicklung.

In meinem 1:1 Coaching für Führungskräfte und Gründer, stehe ich mit meiner Expertise beratend zur Seite und helfe dabei, einen erfolgreichen und authentischen Führungsstil zu formen, der im 21. Jahrhundert und in Zeiten des Wandels nachhaltig wirkt.

Mein Führungskräfte-Training richtet sich gezielt an Führungspersönlichkeiten, die ihren Methodenkoffer erweitern, wichtige Führungsinstrumente erlernen und Mitarbeiter sicher durch unruhige Zeiten führen wollen.

Über Vivien Soppa

Als Business Coach, Psychotherapeutin und begeisterte Outdoorsportlerin, findest Du in mir eine vielseitige, kraftvolle und zielgerichtete Begleiterin.

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