Auf der Stelle treten, während alle anderen voran kommen?

Noch (gefühlt) vor kurzer Zeit, war ich doch mit den anderen gleich auf. Wie konnte es passieren, dass nun alle anderen an mir vorüber gezogen sind? Ich mich jetzt gedankenverloren in meinen vier Wänden wiederfinde, frustriert von dem Gefühl „auf-der-Stelle-zu treten“, nichts geschaffen oder hinterlassen zu haben?

Das kommt Dir irgendwie bekannt vor?

Wettbewerb der gemeine Taktgeber!

Niemand kann verneinen, dass wir uns in einer Welt befinden, die vom kapitalistischen Gedanken des Wettbewerbs getrieben ist. Höher, schneller, weiter, besser – ja das kennen wir doch alle nur zu gut. Es ist also normal, dass wir uns stets mit anderen vergleichen. Mein Nachbar mit dem großen Auto, meine verheiratete Freundin mit ihren 2 Kindern, mein Kollege, der inzwischen mein Teamleiter ist. Alltäglich lauern sie – die schier unversiegbaren Möglichkeiten, um Dich mit anderen zu vergleichen. Der Denkfehler? Jeder hat seine ganz eigene Lebensgeschichte, die neben unterschiedlichen Startbedingungen (Gesundheit, Sozialstatus, etc.) vor allem durch die individuellen Fähigkeiten und Eigenschaften, sowie Lebenskrisen bestimmt ist.

Die Sache mit dem Vergleichen – Apfel & Birne lassen grüßen 🙂

Dich mit anderen zu vergleichen, kann zwar auch Ansporn bieten – führt aber in den meisten Fällen zu Frust. Wenn klar ist, dass unsere Lebenswege einzigartig sind – wieso also den Vergleich anstellen? Das wäre ja so, als würdest Du von einer Birne verlangen, sich zu einem Apfel zu entwickeln.
Es wird also klar, Dein Weg kann nicht denen anderen gleichen. Viel mehr geht es darum, Dich von der Vorstellung zu lösen, dass Du Dich in die gleiche Richtung oder im gleichen Tempo wie Deine Familie, Freunde oder ArbeitskollegInnen entwickeln musst. Und mal ganz ehrlich, wäre es nicht auch irgendwie langweilig? Eine gleichförmige, homogene Gesellschaft ohne Raum für Individualität?

Der Schlüssel – lerne Dich selbst kennen!

Um Dich vom dem Gefühl, auf der zu Stelle zu treten zu lösen, heißt es allen voran, Dich selbst kennen zu lernen. So zeigt sich auch in meinen Coachings mit meinen KlientInnen, dass viele berufliche und private Entscheidungen, nicht auf Grundlage eigener Bedürfnisse getroffen wurden. Vielmehr folgten viele den Wünschen und Anforderungen von Eltern und weiterer einflussreicher Bezugspersonen. Über kurz oder lang holt sie dann Unzufriedenheit und Frust ein. Es treten Fragen auf, wie „Was will ich eigentlich?“, „Ist mein Job der richtige für mich?“, „Will ich eine Familie?“, etc. In den Coaching-Sessions schaue ich daher gemeinsam mit meinen KlientInnen auf ihre ganz eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Werte. Wir begeben uns dabei also auf eine Reise nach Innen. Dort, wo verborgene Wünsche und Träume weilen, die nur darauf warten, endlich gefühlt und gelebt zu werden.

Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?

Wenn also auch Du gerade das gefühlst hast, nicht weiter zu kommen. Dich orientierungslos und ratlos zu fühlen. Dann ist das jetzt der beste Zeitpunkt, um mal ein Date mit Dir selbst zu vereinbaren. Dich mit Dir selbst, auseinanderzusetzen. Thema Persönlichkeitsentwicklung. Wir alle haben die innewohnende Kraft, uns entwickeln zu wollen und zu können. Dies postulierte bereits der amerikanische Psychotherapeut und Begründer der klientenzentrierten Psychotherapie Carl Rogers. Er ging von 3 Grundsätzen aus, die dem Menschen inne wohnen und mir in der Arbeit mit meinen KlientInnen immer wieder begegnen. (Weiterführende Literatur zu Carl Rogers findest Du hier: Die nicht driektive Beratung – Carl Rogers)

  1. Der Mensch ist von Natur aus gut.
  2. Der Mensch weiß selbst, was für ihn gut ist.
  3. Der Mensch besitzt die Fähigkeit, seine Probleme selbst zu lösen.

Von dem ausgehend, besitzt auch Du die Möglichkeit wieder im Leben voran schreiten zu können. Dafür benötigt es allerdings auch die Auseinandersetzung mit Dir selbst. Zu verstehen als Einladung, Dich auf eine spannende Reise zu Dir selbst zu begeben. Um zu wachsen, Dich zu entwickeln, Visionen zu gestalten und ein bestmögliches Leben zu führen.

Mein Tipp: Notiere Dir einen Termin in Deinem Kalendar, in dem Du nur Raum und und Zeit für Dich selbst planst. Begebe Dich an einem Ort, an dem Deine Gedanken frei fließen können. Vielleicht auf einer Parkbank, angelehnt an einem Baum oder in der Nähe von Wasser. Hauptsache Du fühlst Dich dort wohl und entspannt. Nimm Dir ein Notizheft mit und schreibe einmal auf, was Deine Bedürfnisse, Werte und Wünsche sind. Dieser schriftlicher Überblick kann wie ein Kompass funktionieren, der Dir die Rcihtung weist, in die Du Dich weiter entwickeln kannst.

Du hast das Gefühl, Du könntest dabei Unterstützung gebrauchen? Dir ist nicht ganz klar, was eigentlich Deine Bedrüfnisse oder Werte sind? Dann vereinbare doch jetzt gleich ein kostenloses 1:1 Coaching-Vorgespräch mit mir und erfahre, wie Du endlich die ausgetretenden Schuhe vom „auf-der-Stelle-treten“ gehe neue Meileinstiefel auswechseln kannst. Lass Dich supporten, um voran zu kommen und das Leben zu führen, das Dir jeden Morgen ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Meld Dich ganz einfach hier bei mir.

Alles Liebe Deine Vivien 🙂

 

 

Wie soll ich mich entscheiden, ohne es zu bereuen – 5 Tipps, die Dir sofort helfen

Entscheidung

 

„Wie kann ich mich entscheiden, ohne dass ich im Nachhinein denke, es war falsch?“ – Mit dieser Frage kam meine KlientIn letzte Woche in unsere Coaching-Session. Sie mache sie derzeit viele Gedanken, um ihre berufliche Situation und hat Angst davor, sich falsch zu entscheiden. Warum?
Lange Zeit hat sie als Architektin gearbeitet, viele Projekte betreut und ist dafür viel durch die Gegend gereist. Das Geld stimmte und die KollegInnen so weit auch. Doch glücklich war sie nicht. Sie hatte wenig Zeit für sich selbst, ihren Partner und ihre Hobbies. Sie machte erst mal so weiter, bis sie ihr erstes Kind bekam. Die Elternzeit nutzte sie, um sich und ihr bisheriges Leben zu reflektieren. Sie begann sich zu fragen, ob sie damals den richtigen Berufsweg eingeschlagen hatte und was sie eigentlich glücklich mache.

Wie soll ich mich entscheiden? Was will ich eigentlich?

Jetzt ein Jahr später, wo sie wieder ins Berufleben einsteigen will, sieht sie sich damit konfrontiert eine Entscheidung zu treffen. Zurück in den alten Job oder doch was anderes? Vollzeit oder Teilzeit?

Dies ist übrigens eins der häufigsten Probleme, die ich im Coaching beobachte. Die Unwissenheit darüber, was man/frau wirklich will. Wie man sich entscheiden und wohin orientieren soll. Woran das liegt, fragst Du Dich? An der mangelnden Klarheit Deiner Bedürfnisse und Werte. Was jetzt helfen kann? Dir das ganz mal genauer anzuschauen, mit meinen 5 Tipps.

Besser Entscheidungen treffen – so geht´s.

1.) Wenn Du keine negativen Konsequenzen fürchten müsstest, wie würdest Du Dich entscheiden?
Wir treffen häufig keine Entscheidungen, da wir Angst vor den Folgen haben. Wir denken allzu häufig: “ Was ist, wenn ich mich jetzt für Job A entscheide und im Nachhinein merke, dass mir Job B doch eigentlich besser gefallen hätte?“. Die Antwort? Du hast im schlimmsten Fall eine Erfahrung gemacht. Und diese gemachte Erfahrung hilft Dir zukünftig leichter Entscheidungen zu treffen. Denn Du lernst aus Deinen Erfahrungen, was Dir wichtig ist und was Du brauchst, damit es Dir gut geht. Also nimm all Deinen Mut zusammen und triff eine Entscheidung. Mache Erfahrungen. Übrigens – als kleines Gedankenexperiment. Du könntest einmal durchspielen, was die schlimmsten Folgen wären, wenn Du Dich für Variante A und nicht für Variante B entscheidest. Überlege, ob die befürchteten Konsequenzen wirklich ein Weltuntergang für Dich bedeuten würde.

2.) Wie denkst Du in 1, in 5 und 10 Jahren über Deine Entscheidung nach?
Bei Entscheidungen hilft es auch, das große Ganze im Blick zu behalten und dies in Relation zu unserer Lebensspanne zu setzen. So, was würdest Du in einem Jahr über Deine Entscheidung denken? Würdest Du es bereuen oder nicht? Wie glaubst Du, schaust Du in 5 oder 10 Jahren auf Deine Entscheidung zurück? Aus einer längerfristigen Perpektive heraus betrachtet, nimmt der Druck eine „perfekte“ Entscheidung zu treffen, tendenziell ab. Und was ist schon eine perfekte Entscheidung. Du wirst in Anbetracht Deiner Umstände sowieso die beste Wahl treffen. Ausgehend von Deinem jetzigen Erfahrungs- und Wissenstand heraus.

3.) Was ist Dir wichtig? Was sind Deine Bedürfnisse und Werte?
Meist können wir auch nicht wirklich eine Entscheidung treffen, da wir gar nicht wissen, was uns wirklich wichtig ist. Thema Bedürfnisse und Werte. Zunächst solltest Du Dir darüber im Klaren werden, was Du brauchst, damit es Dir gut geht. Privat, wie beruflich. Was macht Dich glücklich? Was willst Du in Deinem Leben? Was ist Dir wichtig? Diese Fragen hinterlassen in Dir gerade eine Leere? Dann schau Dir mal folgende Bedürfnispysramide von dem Psychologen Abraham Maslow an. Damit erhälst Du einen Überblick über Bedürfnisse und kannst einmal für Dich prüfen, in wie fern diese wichtig und derzeit bei Dir im Leben abgedeckt sind. So kannst Du auch reflektieren, wie Du diese mit Deiner Entscheidung erfüllen kannst:

Bedürfnispyramide: Definition und Nutzen

Bildquelle: https://karrierebibel.de/beduerfnispyramide-maslow/

4. Das Entscheidungsspiel: Wirf eine Münze und fühle.
Ein weiterer Weg, um herauszufinden, wie Du Dich entscheiden solltest geht auch spielerisch 🙂 mit einer Münze. Die beiden Seiten der Münze stellen Alternative A und B dar. Wirf eine Münze und dann beobachte. Wünschst Du Dir insgeheim, dass die Münze auf eine Seite fällt? Wie fühlt es sich an, nachdem die Münze auf eine Seite zum Liegen gekommen ist. Fühlt es sich erleichternd und angenehm an? Oder würdest Du Dich besser mit der anderen Seite fühlen? Unsere Gefühle hier beim Münzewerfen können tief blicken lassen. Auf das, was Du wirklich willst und was Dir gut tut.

5. Frage Deine engsten Vertrauten. Dann entscheide.
Es kann übrigens hilfreich sein, das ganze aus einer anderen Perspektive heraus zu betrachten. Frag doch einfach mal Deine engsten Vetrauten um Rat. Welche Gedanken und Gefühle haben sie zu einer Entscheidung? Und dann heißt es wieder nachfühlen. Was lösen die Meinungen der anderen in Dir aus? Kannst Du mitgehen? Wo bist Du anderer Meinung? All dies kann Dir auf Deinem Weg helfen, eine Entscheidung zu treffen, bei der Dein Kopf und Herz zu einem übereinstimmenden Schluss kommen.

Last but not least – gib Dir Zeit.
Um besser entscheiden zu können, gönn Dir etwas Zeit und nimm den Druck raus. Schlaf am besten ein paar Nächte, bevor Du eine Entscheidung triffst. Und Wisse – Nichts ist in Stein gemeisselt. Selbst, wenn Du Dich jetzt für einen Job entscheidest und sogar umziehst. Wer sagt denn, dass Du Dich nicht 1 Jahr später wieder neu entscheiden kannst? Du hast es in der Hand und es ist ok, sich auch mal umzuentscheiden.

In jedem Falle will ich Dich ermutigen, eine Entscheidung zu treffen und Erfahrungen zu sammeln. Gutes Gelingen auf Deinem Weg 🙂

Herzlichst Deine Vivien.