Führungsstärke durch Klarheit: Die Teamphasen nach Tuckman für mehr Erfolg

Teamphasen nach Tuckman

Inhaltsverzeichnis

Warum Du als Führungskraft die Teamphasen kennen solltest

Heute möchte ich Dir das Teamphasenmodell nach Tuckman genauer vorstellen. Denn die Arbeit mit diesem Modell, kann sich für Dich als Führungskraft als echter Gamechanger herausstellen. Denn als Führungskraft trägst Du nicht nur Verantwortung für strategische Entscheidungen, sondern auch für die Entwicklung Deines Teams. Umso wichtiger ist es zu verstehen, welche Prozesse und Dynamiken in Teams stattfinden, um sie erfolgreich zu formieren und langfristige zu leiten.

Also Hand aufs Herz: Weißt Du  eigentlich, in welcher Phase sich Dein Team gerade befindet? Je besser Du den aktuellen Stand Deines Teams kennst, desto gezielter kannst Du Kommunikation und Entscheidungsprozesse optimieren und die Zusammenarbeit langfristig stärken.

In meinen Führungskräfteseminaren arbeite ich bereits seit langem erfolgreich mit dem Phasenmodell der Teamentwicklung nach Bruce Tuckman. Dieses Modell hilft Dir als Führungskraft, Dein Team gezielt zu unterstützen und wirksam durch herausfordernde Zeiten zu führen. Besonders in der obersten Führungsebene, wo auch das Führungsteam selbst als Einheit funktionieren muss, ist es entscheidend, die eigene Teamdynamik zu verstehen und bewusst zu steuern.

Die fünf Phasen der Teamentwicklung nach Tuckman

1. Forming – Die Orientierungsphase

In dieser Phase, auch als Anfangs- oder Orientierungsphase bezeichnet, lernen sich die Teammitglieder kennen. Typischerweise sind sie anfangs noch zurückhaltend, während Verantwortlichkeiten und Aufgaben oft unklar bleiben. Die konkrete Rollenverteilung innerhalb des Teams steht noch aus und kann Unsicherheiten im Miteinander verursachen. Deine Aufgabe als Führungskraft besteht darin, Orientierung zu bieten, klare Ziele zu setzen und ein unterstützendes Umfeld zu schaffen.

2. Storming – Die Konfliktphase

Hier treten erste Meinungsverschiedenheiten und Machtkämpfe auf, da individuelle Ziele und Arbeitsstile aufeinandertreffen. Für Dich als Führungskraft ist es wichtig zu verstehen, dass das Auftreten solcher Konflikte nach der Kennenlernphase „normal“ ist – und nicht unterdrückt werden sollte. Vielmehr gilt es, dass Du Dein Team durch eine offene konstruktive Kommunikation Raum für den Austausch gibst. 

3. Norming – Die Organisationsphase

Nachdem in der vorherigen Phase Spannungen und Konflikte weitestgehend geklärt wurden, kristallisieren sich nun gemeinsame Normen und Werte heraus. Diese fördern eine effektivere Zusammenarbeit und stärken das Wir-Gefühl im Team. Gleichzeitig steigt die Produktivität, da der Fokus nun verstärkt auf den Aufgaben und deren erfolgreicher Umsetzung liegt. Diesen Prozess kannst Du optimal unterstützen, indem Du klare Rollen definierst, verbindliche Werte analysierst und etablierst, sowie das Team auf gemeinsame Ziele einschwörst.

4. Performing – Die Leistungsphase

In dieser Phase arbeitet das Team effizient und zielorientiert zusammen. Die Mitglieder kennen ihre Rollen. Sie haben ihre Werte und Ziele verinnerlicht und vertrauen einander. Deine Rolle besteht nun darin, das Team zu unterstützen, in dem Du auftretende Hindernisse aus dem Weg räumst, ein offenes Ohr für die Bedürfnisse der Teammitglieder hast und die Weiterentwicklung gezielt förderst.

5. Adjourning – Die Abschlussphase

Diese Phase markiert das Ende eines Projekts oder die Auflösung eines Teams. Hierbei ist es von besonderer Bedeutung, einen würdigen Abschluss zu finden. Das bedeutet, dass Du als Führungskraft dafür sorgst, dass das Team Erfahrungen reflektiert und Erfolge gebührend feiert. Des Weiteren solltest Du dabei helfen, den Übergang zu neuen Aufgaben zu erleichtern.

Der nächste Schritt: Psychologische Prinzipien für eine starke Führung

Neben dem Verständnis der Teamphasen spielen auch psychologische Faktoren eine entscheidende Rolle für erfolgreiche Führung. Indem Du eine unterstützende und vertrauensvolle Umgebung schaffst, kannst Du das volle Potenzial Deines Teams entfalten. Hier sind einige zentrale psychologische Tipps für Führungskräfte:

  • Psychologische Sicherheit schaffen: Ein Umfeld, in dem sich Deine Teammitglieder sicher fühlen, ihre Meinungen und Ideen ohne Angst zu äußern, fördert Innovation und Engagement. Ermutige Dein Team, Fragen zu stellen und neue Ideen einzubringen.

  • Klare Rollen und Verantwortlichkeiten definieren: Eine transparente Aufgabenverteilung reduziert Missverständnisse und steigert die Effizienz.

  • Offene Kommunikation fördern: Regelmäßige Meetings und Feedbackrunden helfen Dir und Deinem Team, Probleme frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden.

  • Vorbildfunktion übernehmen: Dein Verhalten beeinflusst das Team. Lebe die Werte vor, die Du von Deinem Team erwartest und zeige Offenheit, Integrität und Respekt.

Fazit

Indem Du die Teamphasen nach Tuckman verstehst und psychologische Prinzipien in Deine Führungsarbeit integrierst, kannst Du die Zusammenarbeit in Deinem Team nachhaltig verbessern. Dies führt nicht nur zu besseren Ergebnissen, sondern auch zu einem positiven Arbeitsklima, in dem sich alle Mitglieder wertgeschätzt und motiviert fühlen. Besonders in der Führungsebene, wo oft starke Persönlichkeiten aufeinandertreffen, kann dieses Wissen helfen, Konflikte zu entschärfen und eine starke, einheitliche Leadership-Kultur zu etablieren.

Möchtest Du mehr darüber erfahren, wie Du Dein Team optimal entwickeln kannst? Dann melde Dich gerne bei mir für ein individuelles Coaching oder Seminar!

Über Vivien Soppa

Als Business Coach, Psychotherapeutin und begeisterte Outdoorsportlerin, findest Du in mir eine vielseitige, kraftvolle und zielgerichtete Begleiterin.

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