Die verschiedenen Yogastile

Yoga. Egal, wo Du Dich umschaust, liest Du dieses Wort. Und es gibt so viele Yogarichtungen. Vielleicht hast Du auch eine Ahnung, was sich dahinter verbindet. Menschen die auf einer Matte Bewegungen machen, atmen und entspannen. Oder Du hast selbst schon einmal Yoga ausprobiert. Doch immer mehr Yogaschulen bieten unterschiedliche Yogastile an. Wie also kannst Du heraus finden, welcher der Passende für Dich ist?

Der Schritt in ein Yogastudio

Am einfachsten ist es zu Beginn, in ein Yogastudio zu gehen. Vereinbare eine Schnupperstunde oder beleg einen Anfängerkurs. Im Studio hast Du die Möglichkeit, Dich an Deine/n Yogalehrer/in zu wenden. In meinen Kursen z.B. spreche ich mit meinen TeilnehmerInnen über verschiedene Richtungen des Yoga. Ebenso über ihre Bedürfnisse und ihre Lebenslage. Das kann wegweisend sein, damit Du den passenden Yogastil für Dich entdeckst. Ein offene/r, geschulte/r YogalehrerIn kann somit in der Stunde und in einem Gespräch mit Dir heraus finden, welche Art an Bewegung Dir gut tut. Außerdem kann er/sie Dich über die verschiedenen Yogastile aufklären und Dir ggf. Adressen andere Yogaschulen an die Hand geben.

Hatha Yoga – Klassisch

Bei uns in Europa ist Hatha Yoga, die am wohl weit verbreiteste Form des Yoga. Wusstest Du, dass sich alle weiteren Stile und Traditonen aus den Lehren des Hatha Yoga entwickelt haben? Hatha Yoga umfasst Atmung, Entspannung, Meditation, Yogahaltungen (Asanas) und eine gesunde Lebenweise. Für AnfängerInnen bestens geeignet. Bestimmt findest Du in Deiner näheren Umgebung auch einen Hatha Yoga Kurs. Dieser wird häufig auch von der Krankenkasse bezuschusst. Wenn Du noch mehr über Hatha Yoga erfahren willst, lies doch gern meinen Beitrag „Hatha Yoga“ und probier doch gleich mal eine wohltuende Yoga Stunde bei mir aus. Hier findest Du meinen aktuellen Kursplan.

Power Yoga und Vinyasa Yoga – Kraftvoll und fließend

Dieser Yogastil eignet sich für Dich, wenn Du sportlich bist oder fit werden willst. Klassische Yogahaltungen werden kreativ mit fließenden Bewegungen, Atem und Musik verbunden. Dein Kreislauf kommt auf Touren, ein Schwitzen ist garantiert. Nach solch einer Stunde brauchst Du kein Workout mehr.

Kundalini Yoga – Spirituell und energiereich

Ein Yogastil der erst so richtig in den 60er Jahren bekannt wurde. Er eigent sich für Dich, wenn Du Interesse an einer spirituellen, uralten indischen Praxis hast. Kundalini Yoga umfasst Körperübungen, Entspannung, Meditationen und Mantras. Fokus liegt bei diesem Stil darauf die Energie im Körper zu erhöhen. Dies geschieht über den Wechsel von passiven und aktiven Übungen (Atmung, Haltungen). Auch hierbei kannst Du gut ins Schwitzen geraten und Dein Energielevel harmonisieren.

(Du willst Kundalini Yoga mal in Osnabrück ausprobieren? Selbst erleben, wie die Energie zum Fließen kommt? Dann schau doch mal bei meiner lieben Kollegin Ela Kronwald in der 1RaumEnergie rein.)

Yin Yoga – Passiv und beruhigend

Dieser Yogastil eignet sich herrvoragend, wenn Du Dich unbeweglich fühlst, gestresst bist und/oder nicht gut schlafen kannst. In Anlehnung an die Traditionell Chinesische Medizin werden hier Energiebahnen im Körper angesprochen und die Tiefengewebsfaszie gedehnt. Die Yogapositionen werden 3 bis 5 Minuten lang ohne muskuläre Anspannung gehalten. Eine genaue Ausrichtung ist weniger bedeutsam. Im Fokus steht hierbei die Berücksichtigung Deiner individuellen Anatomie und Beweglichkeit. Schau auch gern in meinen Kursplan und besuche eine Yin Yogastunde bei mir.

Iyengar Yoga – Klar und präzise

Dieser Yogastil eignet sich für Dich, wenn Du klare Ansagen benötigst und Dich mehr auf eine physische Praxis konzentrieren willst. Im Iyengar Yoga wird großen Wert auf eine präzise Ausrichtung des Körpers in den Yogahaltungen geachtet. Zum Teil kommen auch Hilfsmittel, wie Blöcke und Gurte zum Einsatz, um Menschen mit Bewegungseinschränkungen ebenfalls eine gesund Yogapraxis zu ermöglichen. Die philosophisch bzw. spirituelle Lehre des Yoga steht dabei im Hintergrund.

Ashtanga Yoga – Kraftvoll und herausfordernd

Eine Praxis für sportlich ambitionierte Menschen. Im Ashtanga Yoga bist Du richtig, wenn Du auf eine kraftvolle Yogapraxis zurück greifen willst. Hierbei praktizierst Du wiederkehrend eine genau festgelegte Abfolge von Yogahaltungen. Die Bewegungen werden von einer gleichmäßigen Atmung begleitet, die Dich in einen meditativen Zustand bringen kann. Dein Körper wird gekräftigt und nachhaltig gedehnt. Häufig findet man eine Ashtanga angelehnte Praxis im Fitnessstudio als „Power Yoga“.

Anusara Yoga – Energetisierend und herzöffnend

Dieser Yogastil begründet sich aus dem Hatha Yoga und bezieht die tantrische Philosophie mit ein. Entwickelt von John Fried in den 90er Jahren geht es neben einer exakten Ausrichtung auch um die Gefühlswelt. Mit den Yogahaltungen soll bewusst das Herz geöffnet und den Emotionen Ausdruck verliehen werden. Somit kannst Du mit Deinem inneren Erleben „Deinem Flow“ in Kontakt kommen. Ziel ist es, mehr Zufriedenheit und Fröhlichkeit im Leben zu erfahren.

Sivananda Yoga – Sanft und traditionell

Sivananda-Yoga wurde in den 50er Jahren von Swami Vishnu-Devananda begründet. Dieser Yogastil besteht aus 12 Schlüssel Positionen (Rishikesh-Reihe), Atemübungen, Mantren, Selbstbeobachtung und Entspannung. Ziel ist es, die körperliche Gesundheit zu verbessern und die alte, traditionelle Yoga-Philosophie mit in den Lebensalltag zu integrieren. Vor allem Anfänger finden hier einen sanften, einfachen Einstieg in die Yogapraxis.

Jivamukti Yoga – Modern und fließend aus New York

In den 80er Jahren von Sharon Gannon und David Life in New York entwickelt bezieht dieser Stil fließende, schweißtreibende Flows und Spiritualität mit ein. Gegründet auf der yogischen Philosophie versteht sich Jivamukti Yoga als Lebenseinstellung. Ziel ist es, Mitgefühl mit sich selbst und anderen aufzubauen und bietet einen Weg zur inneren Erleuchtung.